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Selbstverteidigung & Kampfkunst

Selbstverteidigung und Kampfkunst werden oft in einen Topf geworfen.
Für mich sind es zwei unterschiedliche Bereiche – mit einer wichtigen Schnittmenge. Kampfkunst bildet das Fundament meiner Arbeit - Selbstverteidigung ist deren konsequente, realitätsnahe Anwendung.

Selbstverteidigung bedeutet, die eigene körperliche und psychische Unversehrtheit zu schützen. Sie beginnt lange vor einer körperlichen Auseinandersetzung: mit Aufmerksamkeit, Gefahreneinschätzung, Vermeidung und der Fähigkeit, handlungsfähig zu bleiben. Wenn es dennoch zu Gewalt kommt, geht es nicht um Stil, sondern um Wirkung – angepasst an Situation, Umfeld und Bedrohung.

Kampfkunst hingegen ist eine bewusste Auseinandersetzung mit Bewegung, Technik, Struktur und Körperarbeit. Sie schult Koordination, Kraftentfaltung, Timing und Präsenz. Richtig verstanden und trainiert, kann sie wertvolle Fähigkeiten für die Selbstverteidigung liefern – ersetzt diese aber nicht automatisch.

Je realer und gefährlicher eine Situation wird, desto kleiner wird der Raum für formale Technik. In solchen Momenten zählen keine Systeme, keine Gürtel und keine Namen – sondern Wahrnehmung, Entschlossenheit, einfache Prinzipien und der sinnvolle Einsatz von vorhandenen Mitteln.

Mein Ansatz verbindet beide Bereiche dort, wo sie sich sinnvoll ergänzen – und trennt sie dort, wo falsche Erwartungen oder gefährliche Illusionen entstehen könnten.

Die folgenden Unterseiten beleuchten diese Haltung genauer:

  • die kritische Auseinandersetzung mit unrealistischen Selbstverteidigungsversprechen

  • die Frage nach Stil, System und Pragmatismus

  • sowie das zentrale Ziel, selbst ein schwieriges Ziel zu werden – ein tough target